IVAP 2025

In dem von der Bayerischen Forschungsstiftung gefördertem Forschungsprojekt „Interventionsarbeitsplatz 2025“ wird in Partnerschaft mit Trumpf Medical (TRUMPF Medizin Systeme GmbH + Co. KG) das Ziel verfolgt, den Operationssaal mit allen Funktionalitäten auszurüsten, die die Durchführung modernster und künftiger Eingriffsarten ermöglichen und gleichzeitig das Systemmanagement erheblich vereinfachen und somit sicherer machen.

Die moderne Chirurgie wird immer techniklastiger. Infolge zunehmend komplexerer Eingriffsarten, die den Einsatz technisch immer höher entwickelter, multifunktioneller Instrumente und Peripheriegeräte erfordern, wird das Arbeitsumfeld „chirurgischer Operationssaal“ zwangsläufig immer unübersichtlicher und damit durch das Operationsteam schwerer beherrschbar. Der Einsatz einer wachsenden Zahl höchstspezialisierter Gerätesysteme ergibt ein komplexes Bedienumfeld mit einer Vielzahl einzelner Bedienschritte, verlängert den Prozessablauf und erhöht unausweichlich das Risiko von Fehlbedienungen. Geeignete Strategien und Maßnahmen müssen daher entwickelt werden, um auch in Zukunft die erforderliche Sicherheit, Effizienz und Ergebnisqualität im Operationssaal zu gewährleisten bzw. noch zu verbessern.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll ein hochintegriertes, aktiv mit dem Chirurgen und dem OP-Team kooperierendes Arbeitsumfeld entwickelt werden, das intuitiv bedient werden kann und durch die Einbeziehung von (teil-)autonom ausgeführten Prozessschritten die Arbeitsbelastung der Beteiligten reduziert. Zwei miteinander vernetzte Operationssäle wurden bereits mit den modernsten Systemkomponenten (Beleuchtung, Lagerung, Sensorik, Informationsmanagement) ausgestattet und sind vollständig in die klinische Versorgung einbezogen. Die apparative Einrichtung mit der Integration einer laparoskopisch-endoskopischen Hybrid-Behandlungseinrichtung ist Anfang 2015 abgeschlossen; schrittweise erfolgt die ständige Erweiterung der Funktionalität.

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